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UGR Wert

 

Direkte Lichteinstrahlung in die Augen führt zu Blendung. Dabei ist es unerheblich, ob das Licht direkt von der Beleuchtung, Sonnenlicht oder von spiegelnden Flächen herrührt. Zu hohe Leuchtdichten im Raum oder zu hohe Unterschiede in den Leuchtdichten können hier zur Blendung führen. Dabei unterscheidet man zwischen physiologischer Blendung und der psychologischen Blendung – also der subjektiv wahrgenommenen Blendung, die jeder etwas anders empfindet.

Die Augen versuchen die Licht-Irritationen auszugleichen und es kommt zu unangenehmen Empfindungen, welche sich bis hin zu körperlichen Gebrechen wie z.B. Kopfschmerzen ausweiten können. Tatsächlich führt Blendung zu Störungen bis zu massiven Beeinträchtigungen im Arbeitsablauf. Deswegen gehört zur Planung der Arbeitsräume immer die Berücksichtigung des Lichtes und der spiegelnden Flächen in der Umgebung.

Um dieses subjektive Empfinden planbar zu machen, gibt es verschiedene Verfahren, die zurzeit nebeneinander existieren.
Z.B. das Glare Index System, das Visual Comfort Probability System oder das System begrenzender Leuchtdichten.
Am weitesten verbreitet ist das UGR (Unified Glare Rating) Verfahren, welches europaweit eingeführt wurde. 

 

 

 

Das UGR Verfahren

Entwickelt von der CIE (Commission International de l’Eclairage) gibt es einen Wert zur Beurteilung kompletter Räume und Beleuchtungsanlagen wieder. Hier gibt die Arbeitsstättenrichtlinie Höchstwerte für verschiedene Arbeitsbereiche vor.

Die dem UGR-Verfahren zugrunde liegende Formel lautet:

Ls = durchschnittliche Leuchtdichte jeder Leuchte in Beobachterrichtung (cd/m²)
Lb = Leuchtdichte des Hintergrundes (cd/m²)
Ω= Raumwinkel, in dem die Leuchten betrachtet werden
P= Index nach Guth für jede einzelne Leuchte

In der Leuchtdichte des Hintergrundes Lb werden die Reflexionseigenschaften der verschiedenen Hintergründe berücksichtigt.

Einige Leuchtenhersteller geben Tabellen für verschiedene Räume mit dem UGR Wert heraus. Hier kann man den annähernden UGR Wert der einzelnen Leuchte ermitteln.

Ein genaueres Ergebnis bringt natürlich die Anwendung der Formel unter Berücksichtigung aller Faktoren. Dies erfordert einiges an Vorbereitung und Rechenarbeit.

Lichtberechnungsprogramme berücksichtigen viele der vorausgesetzten Faktoren und errechnen selbstständig den UGR Wert. Dieser kann in der Dokumentation ausgegeben werden.

Je niedriger der berechnete UGR-Wert, desto geringer die Blendung, je höher der UGR-Wert, desto stärker die empfundene Blendung.
Die Werte werden zwischen 10 (keine bewusst wahrgenommene Blendung) und 30 (sehr stark wahrgenommene Blendung) angegeben.

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